Stadtvilla Brandenburg

Ein Baublog für alle interessierten Freunde und Bauherren

Baustrom und Bauwasser

Heute habe ich den lieben langen Tag damit zugebracht, die notwendigen Versorger abzutelefonieren.

Strom

Als Laie stellt man sich das im Grunde ganz einfach vor. Man ruft beim Stromversorger an und teilt ihm mit, dass man ab dann und dann Baustrom benötigt. Der stellt dort nen Kasten hin, klöppelt ein paar Leitungen, liest den Zählerstand ab und gut. Rechnung folgt.

Weit gefehlt: als erstes muss man sich überlegen, ob man den späteren Hausanschluß auch gleich beantragt. Das wäre ja irgendwie schlau. Dafür benötigt man aber einen Plan im Maßstab 1:500 (den das Planungsbüro aber noch nicht fertig hat), um die Leitungswege einzuzeichnen. Zudem muss man jetzt schon wissen, wieviel Strom man denn später eigentlich in der Spitze benötigt. Und ob man die Medien gemeinsam oder jede einzeln ins Haus einführt. Und ob man eine Hausanschlussäule, eine Zähleranschlusssäule oder einen innenliegenden Hausanschluss mit Außenwandeinbau haben möchte (?!). Außerdem kann den Antrag nicht irgend ein dahergelaufener Bauherr stellen, sondern es muss ein eingetragener Elektroinstallateur sein.

Nun gut – dafür hat man ja eine Baufirma: also schnell bei Richter Haus angerufen und die offenen Fragen geklärt. Natürlich übernimmt deren Elektriker auch die Beantragung: Puh, Glück gehabt!

Ach ja, ganz nebenbei: der Versorger hat eine Wartezeit von bis zu 9 (!) Wochen angekündigt. Baustrom sollte man also sicherheitshalber bereits beantragen, sobald man aus dem Elternhaus auszieht. Dann wird’s bestimmt bis zum Baubeginn fertig.

Wasser

Das ist eine einfache Übung: einen oder besser zwei Tage bevor jemand auf der Baustelle Wasser benötigt, geht man zum Versorger, mietet ein Standrohr, hinterlegt eine Kaution und schraubt das Ding vor Ort in einen Hydranten. Fertig.

Den Hausanschluss für Wasser und Abwasser beantragt man erst, wenn die Bodenplatte gegossen ist. Das ist früh genug und die Kosten können genau kalkuliert werden. Bis zum Einzug sollte das kühle Nass also sprudeln.

Telekommunikation

Da stellt sich doch als erstes die Frage: braucht man überhaupt eine Telefonleitung? Surfen und Telefonieren kann man heute auch günstig über Kabel oder Funk. Da ich aber beruflich auf eine solide und flexible Internetanbindung angewiesen bin, möchten wir uns alle Möglichkeiten offen halten. Zumal wir keine Lust haben, in ein oder zwei Jahren nochmal die Straße und den Vorgarten aufzubuddeln. Also: Kontaktdaten auf der Webseite der Telekom eingeben und warten, bis sich ein Berater meldet. Ich warte…

Kabelanschluß

Nachdem ich mich durch 4 verschiedene Hotlines gehangelt hatte, habe ich endlich den richtigen Ansprechpartner erreicht. Im Grunde geht alles recht einfach. Auch hier wieder einen Plan 1:500 einreichen und einen Fragebogen ausfüllen. Dauert so etwa 8-10 Wochen, dann kann man in HD fernsehen, surfen und telefonieren.
Der Downloadlink zum Fragebogen ist allerdings ohne Hilfe der Hotline nicht zu finden.

Gas

Benötigen wir nicht. Dazu kann ich leider nichts berichten.