Stadtvilla Brandenburg

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Garage: Bewehrung und Schalung Ringanker

Die Bewehrung ist relativ einfach anzubringen. Im Baustoffhandel kann man sich die Bügel gemäß Statik für kleines Geld fertig biegen lassen. Vor Ort wird das Ganze nur noch mit Bindedraht zusammengeknüppert. Zum Biegen der Stabstähle eignen sich zwei Gerüstrohre ganz hervorragend. Beide Rohre aufschieben, eines mit dem Fuß festhalten und das andere hochbiegen. Die bei uns verbauten 10mm-Stähle konnte man so problemlos biegen.

Für den passenden Abstand zur späteren Schalung habe ich einfach ein paar sogenannte „Drunterleisten“ kleingeschnitten. Das ist günstig und war gerade verfügbar. Auf den Bildern sind die jedoch noch nicht drin.

Mehr Sorgen machte mir die Schalung. Da wir keine fertigen U-Schalen verwenden durften (wegen der Statik), mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Ich habe OSB-Platten (15mm) besorgt und zurechtgeschnitten. Zuerst wollte ich diese irgendwie mit Schrauben in den Mauerfugen verankern. Dieser Versuch ist jedoch kläglich gescheitert. Dübeln war mir zu viel Aufwand und ich wollte die Mauer nicht unnötig durchlöchern. Also flugs zum Baumarkt, Gewindestangen, PVC-Rohre (aus dem Elektrobedarf), Muttern und Unterlegscheiben besorgt.

Die PVC-Rohre habe ich exakt auf die Mauerbreite geschnitten, die Gewindestangen länger, damit die Schalung mit Muttern und Scheiben fixiert werden konnten. So eine Stange pro Meter, und das Ganze klemmt perfekt auf der Mauerkrone. Wichtig ist nur, die beiden Schalbretter oben nochmal zu verbinden, damit die Klemmkraft auf die Mauer größer wird. Das ist eine gängige Befestigung für Schalungen. Profis haben dafür entsprechende Zwingen und passend zugeschnittene Hülsen. So ging es auch.

Man kann die Schalung in der Höhe gut ausrichten und dann die Muttern festziehen. Alles in allem ein knapper Tag Arbeit.

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