Stadtvilla Brandenburg

Ein Baublog für alle interessierten Freunde und Bauherren

Inkontinente Wände

Ich konnte nachts in unserer Dachgeschoßwohnung kein Auge zumachen – so stark prasselte der Regen auf die Dachfenster. Meine Gedanken waren natürlich auf der Baustelle und ich hoffte inständig, dass der Regen unserem mittlerweile nicht mehr ganz so rohem Rohbau nichts anhaben konnte.

Am nächsten Morgen bin ich also erstmal auf die Baustelle gefahren und habe alles kontrolliert. Leider haben sich meine Befürchtungen bestätigt: im Wohnzimmer stand reichlich Wasser in mehreren Ecken. Und auch im Hausanschlussraum war ein kleiner See auf dem Boden.

Prinzipiell beunruhigte mich das nicht sehr. Allerdings war nicht klar, wo das Wasser herkam, und außerdem sollte am nächsten Tag der Innenputz kommen.

Im Gespräch mit dem Bauleiter konnten wir einige der Lampendosen als Quelle ausmachen. Allerdings konnte das nicht alles gewesen sein, da auch an Stellen Wasser anzutreffen war, an denen es keine Lampendosen gab. Also ging die Suche weiter. Kam das Wasser zwischen Wand und Bodenplatte durch? Vielleicht, aber unwahrscheinlich. Kam das Wasser über die Rolladenkästen? Ja – hier fand ich Tropfspuren und Läufer. Eine weitere Quelle war also lokalisiert. Doch wie kam das Wasser in den Rolladenkasten?

Der Bauleiter hatte mittlerweile zugesagt, den Innenputz an den betroffenen Wänden nicht anbringen zu lassen. Das hat sich aber vermutlich nicht bis zu den Putzern herumgesprochen, denn am nächsten Tag waren die nassen Wände dennoch verputzt. Mal sehen, ob alles hält.

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