Stadtvilla Brandenburg

Ein Baublog für alle interessierten Freunde und Bauherren

Strom und Wasser kommen ins Haus, Kabel-TV auch

In unseren Breiten ist es üblich, dass es in jedem Haus fließend Trinkwasser und Strom aus der Dose gibt. So auch in unserem Heim. Und heute sollte das verwirklicht werden. Gleich zwei Bagger rückten an einem Tag an, um im Abstand von 2 Metern Gräben zu buddeln und Leitungen zu verlegen.

1. Strom und Telefon

Der Baustromverteiler stand ja bereits seit April auf dem Grundstück. Nun sollte er ins Hausinnere wandern. Leider ist der Hausverteiler noch nicht fertig, so dass wir auf den Baustromverteiler noch angewiesen sind. Zeitgleich wird die Telefonleitung von e.on mit ins Haus gelegt und ein APL nebst TAE-Dose montiert. Für letzteres ist ein eigenes Leerrohr nötig, welches wir zunächst nicht gefunden haben. Nach einigem Suchen und durchforsten von alten Bildern der Bodenplatte konnte ich das Leerrohr unter dem frischen Estrich lokalisieren und mittels Hammer und Meißel freiklopfen.

Wie gut, dass ich an jenem Tag mit dabei war. Sonst wären die Monteure unverrichteter Dinge wieder abgereist. Man war auch generell nicht gerade kooperativ und etwas mürrisch, was jedoch nicht auf e.on, sondern die ausführende Firma zurückfällt.

Kurz vor dem Zubaggern des Kabelgrabens fiel mir noch eine weitere Leitung auf, welche gerade mal 20cm unter der Oberfläche lag. Eine Nachfrage ergab die ausführliche Klarstellung: „Iss nich von uns. Geht uns nix an. Vielleicht Kabel.“ Dies sollte sich etwa eine Woche später nochmal als sehr wichtig herausstellen. (siehe unten)

2. Trinkwasser

Im Grunde lief das alles völlig unproblematisch. Man buddelte einen Graben, man schoss mit einer Pressluft-Ramme ein Loch unter der Straße durch, schob die Leitung bis ins Haus, schloss sie an die Hauptwasserleitung an und fertig war die Laube.

Nach ein paar Tagen kam die Rechnung. Diese musste bezahlt werden und einige weitere Tage später konnte man einen Termin zum Einbau des Wasserzählers vereinbaren.

Technisch fand ich das sehr interessant. Ohne das Wasser in der Hauptleitung abzustellen, wurde ein Anschlussflansch um das PE-Rohr gelegt. In dem Flansch sind Schweißkontakte eingelassen, welche, einmal unter Strom gesetzt, die Manschette zum Schmelzen bringen und mit der Hauptleitung wasserdicht und hygienisch rein verbinden. Danach wird die Leitung zum Haus angeschlossen und der Schieber aufgedreht. Dort sind kleine Schneiden angebracht, welche die Hauptleitung durchbohren und somit das Wasser freigeben.

3. Kabelanschluss TV/Internet/Telefon

Da die Telekom in unserem Gebiet nicht gerade mit großer Bandbreite lockte, war unser Plan von Anfang an, Kabeldeutschland mit einem Anschluss zu beauftragen. Das gestaltete sich als komplizierter, als gedacht. Keiner wusste, wo welche Kabel lagen, und in welche Richtung diese gingen. Die vier beteiligten Firmen, welche unser Baugebiet einst erschlossen hatten, gab es nicht mehr. Und in der Insolvenzmasse verschwanden offensichtlich auch die Pläne. So verging Woche um Woche, zähe Rückfragen bei Kabeldeutschland führten ins Nichts. Der Vorgang wurde intern von Planer zu Planer geschickt, bis eines Tages: sich ein Subunternehmer eines Subunternehmers bei mir meldete.

Wir hatten einen Termin vor Ort und ich machte den engagierten und freundlichen Herrn der Firma TKS auf das vor einer Woche gefundene Kabel aufmerksam. Er war sichtlich interessiert und griff zum Spaten. Ich deutete mit dem Fuß ungefähr auf die Stelle, unter der ich das „Geht uns nix an. Vielleicht Kabel.“-Kabel vermutete. Und tatsächlich stellte sich heraus: es war ein TV-Kabel. Juchhuuu. Unser Internetanschluss rückt in greifbare Nähe!

Es ist noch nicht ausgestanden, da noch nicht ganz klar ist, woher das Kabel kommt und wohin es geht. Aber immerhin ein Kabel. Und das ganz in der Nähe unseres Hausanschlussraums!

4. Abwasserrevisionsschacht

Wo oben Wasser reinläuft, muss unten Wasser raus. Und so wurde auf unserem Grundstück ein Übergabeschacht für Abwasser gesetzt. Der Trupp rückte an, fing an der Stelle an zu buddeln, an der vorher auch die Frischwasserleitung gelegt wurde und fand: nichts! Eigentlich sollte dort gemäß Plan bereits der Abwasserschacht und die TW-Leitung bis auf das Grundstück vorgestreckt sein.

Der Plan wurde nochmal gezückt und genauer nachgesehen. Und man fand die vorgestreckten Leitungen tatsächlich an der eingezeichneten Stelle. Etwa 2 Meter neben den frisch verlegten Trinkwasserleitungen. Offensichtlich hatten die Trinkwasser-Leute den falschen Plan, denn von der vorgestreckten Leitung wussten die nichts. Nun führen zwei FW-Leitungen auf unser Grundstück. Als Ersatz sozusagen.

Der Schacht für das Abwasser führt bis in eine Tiefe von etwa 1,80m. Die Rückseite haben die Jungs gleich offengelassen, damit wir dort später die Abwasserrohre vom Haus kommend anschließen können. Das wird in den kommenden Wochen Thema werden.

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