Stadtvilla Brandenburg

Ein Baublog für alle interessierten Freunde und Bauherren

Wir basteln uns eine bodenebene Dusche…

Der WAF eines neuen Bades steigt erheblich, wenn man sich für eine bodengleiche Dusche entscheidet. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als mich für dieses Feature zu erwärmen. Und wer baut es ein? Ich natürlich…

Die wochenlange Recherche endete schließlich in einem System namens „ESS Easy Drain Waterstop Zero inkl. Rost“. Ich habe viel verglichen und viel überlegt. Das gewählte System hat mir aus zwei Gründen gut gefallen:

  1. einfache Montage
    – die Rinne wird später auf dem Estrich mit Fliesenkleber gesetzt
    – Der Siphon und Geruchsverschluss ist integriert
    – Die Bauhöhe ist recht gering
    – Der Ablauf ist um 360° drehbar
  2. günstiger Preis

Es ist zwar noch nicht alles fertig, aber ich möchte schonmal einen kurzen Einblick in die Rohbauinstallation geben. Los geht’s:

  1. Man sollte rechtzeitig überlegen, wo die Rinne hin soll, und wie lang sie wird. Danach richtet sich die Lage des Abwasseranschlusses, den der Sanitärinstallateur verlegt.
    Es ist darauf zu achten, dass der Ablauf möglichst tief auf der Betondecke liegt, damit die Höhe des Fußbodenaufbaus (Dämmung, FBH, Estrich) ausreicht, um den Rinnenablauf unterzubringen.
  2. Unser Sanitärinstallateur hat empfohlen, den Ablauf seitlich zu legen. So ist man völlig flexibel bei der Lage der Rinne. Zumal es Rinnen gibt, deren Auslauf nach vorne, nach hinten, seitlich oder variabel abgehen. Beu unserer übrigens ist der Ablauf um 360° drehbar. Das fand ich ganz praktisch.
  3. Als nächstes sagt man dem Heizungsmonteur, dass an der Stelle der Dusche keine FBH gelegt wird. Bei etwas höherem Fußbodenaufbau geht es auch mit FBH, bei uns jedoch nicht.
  4. Nun muss der Estrichleger noch den Bereich aussparen und die Vorbereitungen sind abgeschlossen.
  5. Nachdem der Estrich eingebracht und begehbar ist, geht es weiter. Der Siphon wird an der passenden Stelle montiert und am Fußboden festgeschraubt. Dabei muss man natürlich das Gefälle mit einkalkulieren. Ich habe knapp 2% geschafft. Hier gilt ebenfalls: je höher der Estrich und je niedriger der Ablauf, desto höher kann das Gefälle werden.
  6. Die Rinne kann man provisorisch auflegen und die Abstände zu allen Seiten nochmal kontrollieren.
  7. Unsere Rinne hat für den Siphon einen Verschluss-Stopfen, welcher nach dem Betonieren wieder rauskommt und an dessen Stelle später die Rinne montiert wird. So ist sichergestellt, dass alles optimal passt.
  8. Ich habe noch ein paar Dämmplatten eingelegt. Ob das eine gute Idee war, wird sich zeigen.
  9. Als nächstes kommt der Betonestrich rein. Eine Fertigmischung aus dem Baustoffhandel ist hier optimal. Aber nicht wundern: bei uns waren das schlappe 340kg (!)
  10. Auf dem Bild kann man den einbetonierten Ablauf hinten nur noch schlecht erkennen. Er ist nur von einer leichten Schicht Beton überzogen.
  11. Das Gefälle bekommt man übrigens problemlos hin. Wenn der Estrichbeton erdfeucht angemischt wird, läuft da nichts davon. Ich hatte noch ein paar „Drunterleisten“, welche ich als Führungsschienen für das Richtscheit zum Absziehen eingelegt habe. Die können drin bleiben und stören nicht.

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